Am vorletzten Donnerstag (25.4.) habe ich meinen Tauchkurs mit "ProDive Cairns" für einen stolzen Preis von 780$ angetreten. Der Tauchkurs bestand aus fünf Tagen, aufgeteilt in zwei Tage Theorieunterricht im Klassenraum und Praxisunterricht im vier Meter tiefen Pool, wo man die Basics gelehrt bekam und drei Tage auf offener See, wo man zum Open-Water-Diver ausgebildet wurde und nach den vier Pflichttauchgängen fünf Spaßtauchgänge antreten konnte. Unsere Anfängergruppe bestand aus neun Leuten (vier Schweden, mit mir drei Deutschen und zwei Südafrikanern), die noch einmal in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt wurden. Man hatte die Möglichkeit, einen deutschen Kurs zu besuchen, aber ich hatte den englischen Kurs gewählt und habe es nicht bereut. Unsere Tauchlehrer waren Chloe aus Frankreich, Steffen aus Deutschland und die beiden angehenden Tauchmeister Andrea aus Deutschland und Ben aus England. Ich fühlte mich durchgehend gut betreut und sicher. Das Wetter, während ich auf dem Schiff war, war mäßig, was zum Glück nicht allzu schlimm unter Wasser war. Es regnete einen großen Teil der letzten zwei Tage, dennoch blieb die Sichtweite unter Wasser bei zehn bis 15 Metern.
Die ersten beiden Tage waren unspektakulär, man wurde morgens einmal um 7.30 und um 6.30 abgeholt und verbrachte die eine Hälfte des Tages im Pool, die andere im Klassenraum. Am Ende des zweiten Tages gab es einen Test, den man natürlich bestehen musste und den Weg zum Schiffsaufenthalt ebnete. Am dritten Tag wurde man morgens um 6.00 abgeholt und zum Hafen gefahren, wo wir Anfänger mit 17 anderen bereits zertifizierten Tauchern das Schiff bestiegen. Diese waren aus allen möglichen Altersgruppen, der älteste war wohl der 60-jährige Deutsche, der jüngste Passagier war Brandon, 13 Jahre alt, der auch ein Anfänger war.
Die See war sehr rau, wodurch das Schiff extrem stark hin- und hergeschaukelt wurde. Viele der Passagiere waren seekrank, vor allem die Japaner und Dominik, der männliche Part des deutschen Anfängerpaares, waren gebeutelt. In den ersten zwei Tagen konnte er nichtmal ein Reiskorn essen, ohne es gleich wieder von sich zu geben. Mir wurde auf dem Weg zum Riff auch leicht übel, allerdings legte ich mich ins Bett und schlief einfach, bis wir unser Ziel erreicht hatten.
Am letzten Tag ging der Tag also um 6.45Uhr mit meinem Tieftauchgang los, wo ich bis zu 29.5Meter Tiefe tauchte, ein cooles Gefühl. Der zweite Tauchgang war bereits um 9.00, und der dritte um 11.30, was in große Hast resultierte und am dritten Tauchgang aufgrund der Erschöpfung vieler Teilnehmer nur noch zehn Leute teilnahmen. Um 15.30 waren wir dann nach einer weiteren schaukeligen Fahrt im sicheren Hafen von Cairns, wo wir zum Abschluss nochmal in den Shop gefahren wurden, um die Riff-Steuern zu zahlen.
Der Kurs hat mir super gefallen, und auch wenn er nicht ganz günstig war, so hat er sich doch gelohnt und ich bin der Meinung, besser ein bisschen mehr Geld beim Tauchen auszugeben als zu wenig und dann plötzlich ohne Luft aufm Grund rumdümpeln :)
Leider habe ich keine Fotos gemacht; man konnte sich zwar eine Kamera mieten, aber ich fand, war die Sichtbarkeit im Riff doch gut, dass ich die Fotos nicht brauchte. Ich überlasse es also eurer Imagination und meinem Gedächtnis, sich das Geschehen unter Wasser vorzustellen.
Grüße
Sascha
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